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Dezentrale Energieerzeugung mit Mini-Blockheizkraftwerken

(vom 09.10.2012)

Umweltminister drücken Startknopf für erstes virtuelles Brennstoffzellen-Kraftwerk
Bundesumweltminister Peter Altmaier und NRW-Umweltminister Johannes Remmel haben am vergangenen Dienstag in gemeinsam mit dem Aachener Stadtwerke-Netzwerk Trianel das erste kommerzielle, virtuelle Brennstoffzellen-Kraftwerk in Deutschland in Betrieb genommen.

Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung im Aachener Eurogress betonte Altmaier, dass Dezentralität und Energieeffizienz - neben einem national abgestimmten Ausbau erneuerbarer Energien und der Stromnetze - Schlüsselelemente für die Stromversorgung von morgen sind. „Virtuelle Kraftwerksverbünde sind zukunftsweisende Meilensteine auf dem Weg zu einer erfolgreichen Energiewende", so Altmaier.

Grundlage des dezentralen Kraftwerks sind die hocheffizienten Brennstoffzellen-Mikrokraftwerke BlueGen des deutsch-australischen Herstellers Ceramic Fuel Cells. Das virtuelle Kraftwerk vernetzt in einem ersten Schritt 25 Brennstoffzellen, die durch Kraft-Wärme-Kopplung gleichzeitig Strom und Wärme vor Ort produzieren. An dem Projekt nehmen neben den Stadtwerken Detmold 14 weitere Stadtwerke und kommunale Regionalversorger aus Deutschland sowie das Energiekompetenzzentrum in Hürth teil. Die Stadtwerke Detmold haben bereits ein erstes Mikro-Blockheizkraftwerke (BHKW) auf Brennstoffzellenbasis in ihrem Verwaltungsgebäude installiert. Finanziert wurde das klimaschonende Gerät aus dem Öko-Strom-Regio Lippe - Pool. Öko-Strom-Regio Lippe wird umweltschonend aus regenerativen Quellen und aus Kraft-Wärme-Kopplung in Detmold gewonnen. Für einen geringen Aufpreis von nur 1 Cent pro Kilowattstunde erhalten Kunden der Stadtwerke Detmold Öko-Strom-Regio Lippe. Diese Einnahmen werden in vollem Umfang in den Bau neuer umweltschonender Erzeugungsanlagen in Detmold investiert.

Zukünftig sollen die Mikro-BHKW auch bei Endkunden in Mehrfamilienhäusern und Gewerbeimmobilien eingesetzt werden.
NRW-Umweltminister Remmel begrüßt das Engagement der Stadtwerke, innovative Wege zu beschreiten und Lösungen für eine effiziente und klimaschonende Energiegewinnung zu entwickeln. „NRW ist das Land der Zukunftsenergien und braucht für die beschleunigte Energiewende mehr Kraftwerke der Zukunft. Die Kraft-Wärme-Kopplung soll in unserem Bundesland eine große Rolle spielen - deshalb legt das Land ein Förderprogramm KWK mit einem Volumen von 250 Millionen Euro auf. Unser Ziel ist es, den Anteil von KWK an der Stromerzeugung auf über 25 Prozent zu erhöhen", sagte Remmel in seiner Ansprache im Rahmen der Veranstaltung.

Bereits im Dezember 2011 startete das Stadtwerke-Netzwerk Trianel das Umsetzungsprojekt Mini- und Mikro-BHKW. Daraus hervorgegangen ist das Netzwerk Mini- und Mikro-BHKW, in dem sich derzeit 45 Stadtwerke engagieren, darunter auch die Stadtwerke Detmold. Das gemeinsame Ziel ist es, hocheffiziente Mini- und Mikro-BHKW unter dem Namen EnergieBlock® am Markt zu etablieren. Auch die Stadtwerke Detmold beraten ihre Kunden, wie sie in dieses neue Energiezeitalter einsteigen können.

„Wir möchten unseren Kunden mit dem EnergieBlock® innovative BHKW-Technologien für die Energie-Eigen-Produktion anbieten", erklärt Christoph Hüls, Geschäftsführer Stadtwerke Detmold. „Mit den Mikro-BHKW können unsere Kunden effizient und umweltschonend selbst Strom und Wärme erzeugen." Mit einem Wirkungsgrad von bis zu 85 Prozent sind die Anlagen hocheffizient und können die CO2-Emissionen um rund die Hälfte reduzieren.

Die Energie dort zu produzieren, wo sie benötigt wird, entlastet zudem die Stromverteilungsnetze und vermeidet Distributionsverluste, die bei konventioneller Erzeugung in Großkraftwerken bis zu 10 Prozent betragen können.

BU von links nach rechts: Umweltminister Peter Altmaier und der Geschäftsführer der Stadtwerke Detmold Christoph Hüls
BU von links nach rechts: Umweltminister Peter Altmaier und der Geschäftsführer der Stadtwerke Detmold Christoph Hüls
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