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Klimaschonende Fernwärme für Detmold
Fernwärme - Was ist das eigentlich?
Jährlich werden bis zu 75 % CO2 gespart
Fernwärme ist eine Energieversorgung mit Zukunft. Anstatt im einzelnen Haus oder in der einzelnen Wohnung mit separaten Anlagen für Warmwasser und Heizung zu sorgen, setzt Fernwärme auf die gebündelte Wärmeerzeugung für urbane Zentren durch den forcierten Einsatz regenerativer Brennstoffe und der zusätzlichen Bereitstellung von elektrischer Energie durch die Erzeugung der Wärme. Ein deutlich effizienteres und auch umweltschonenderes Verfahren.
Dabei wird die Energie in Form von Warmwasser über ein wärmegedämmtes Rohrsystem dem Endverbraucher zugeführt. Der spart sich eigene Gas- oder Ölheizungen. Er benötigt lediglich eine wartungsarme Übergabestation, um dem Warmwasser die Energie zu entziehen, die er dann selbst für Raumwärme und als Brauchwarmwasser nutzt. Gegenwärtig verfügen die Stadtwerke Detmold über ein Fernwärmenetz von fast 40 Kilometern. Und es wird weiter ausgebaut.
Blockheizkraftwerke liefern saubere Energie
Die Stadtwerke Detmold produzieren ihre Fernwärme in weiten Teilen selbst - in so genannten Blockheizkraftwerken (BHKW), wie sie aktuell auf höchstem technischen Niveau an der Wittekindstraße und auf dem Gelände des Schulzentrum Mitte neu errichtet werden. BHKW produzieren zum Teil aus Erdgas, wie auch erneuerbaren Energieträgern gleichzeitig Strom und Wärme. Kraft-Wärme-Kopplung heißt diese Technologie. BHKW unterscheiden sich dadurch von herkömmlichen Kraftwerken, die nur Strom erzeugen und deshalb wesentlich niedrigere Wirkungsgrade erzielen. Durch die Nutzung der Abwärme erreichen BHKW Wirkungsgrade von über 90 Prozent.
Das macht BHKW auch so umweltfreundlich. Sie benötigen 30 - 40 Prozent weniger an Primärenergie, um die gleiche Energieausbeute zu erzielen wie herkömmliche Kraftwerke. Der Ausstoß des klimaschädlichen CO2 reduziert sich sogar um bis zu 75 Prozent.
Stadtwerke mit ehrgeizigem Klimakonzept
Fernwärme spielt eine zentrale Rolle für das ehrgeizige Klimaschutzkonzept der Stadt Detmold, in dem die Stadtwerke Detmold eine maßgebliche Rolle übernommen haben. Wir wollen über 25 Prozent unseres gesamten eingespeisten Stroms umweltschonend selbst produzieren. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Nutzwärmebedarf im Versorgungsgebiet der Stadtwerke soll auf 14 Prozent gesteigert werden. Die Wärme wird nicht nur in BHKW, sondern auch in Holzheiz(kraft)werken zum Teil mit gekoppelter Stromerzeugung produziert. Die Stadtwerke Detmold haben ein solches Holzheizwerk bereits im Stadtteil Hohenloh in Betrieb genommen.
Zusammenarbeit mit der Glunz AG
Zurzeit bauen die Stadtwerke Detmold ihre Fernwärmenutzung deutlich aus. Wir nutzen ab 2012 außerdem regenerative Wärme des Holzheizkraftwerkes der Firma Glunz in Horn, leiten sie über eine 7.200 Meter lange Transportleitung nach Detmold und werden dort den regenerativen Anteil am Nutzwärmebedarf noch einmal deutlich anheben - für Umwelt und Verbraucher. Aus Horn beziehen wir dann im Endausbau bis zu 60 Millionen Kilowattstunden Wärmeenergie. Zusammen mit unseren bisherigen Fernwärmeprojekten spart Detmold dann in Zukunft bis zu 35.000 Tonnen CO2 ein - eine stolze Bilanz!
Oder anders ausgedrückt: Jede Kilowattstunde Wärme der Stadtwerke Detmold ist mit weniger als 50 Gramm CO2 belastet. Konventionelle moderne, Heizungsanlagen haben einen CO2_Ausstoß von mehr als 220 Gramm CO2. Argumente, die nicht nur umweltbewusste Verbraucher überzeugen.
Fernwärme in Detmold ist eine Energieversorgung mit Zukunft!