<
Mann staunend mit Kind
Frau lacht
älter Frau mit Hut
>

Deutsche Umwelthilfe zeichnet Stadtwerke Detmold als „KlimaStadtWerk“ aus

(vom 16.03.2018)

Der kommunale Energieversorger erhält das Label für die sehr gute Integration des Klimaschutzes in die Unternehmensstrategie.

Radolfzell/ Detmold, 6. März 2018: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) überreicht den Stadtwerken Detmold heute das Label „KlimaStadtWerk" für den Zeitraum 2018 – 2020. Mit der Auszeichnung möchte die DUH Bestrebungen kommunaler Energieversorger im Bereich Klimaschutz würdigen und aufzeigen, wie klimarelevante CO2-Einsparungen in der Praxis umgesetzt werden können.

Die Stadtwerke Detmold versorgen in ihrem Gebiet 78.000 Einwohner. Der Energieversorger, punktet vor allem in den Geschäftsfeldern Strom und Wärme, aber auch im Bereich Energieeffizienz sowie der Trinkwasserversorgung und der Mobilität finden sich gute Ansätze.

„Mit der strategischen Herangehensweise, den Klimaschutz in allen relevanten Geschäftsbereichen seit vielen Jahren zu integrieren, beweisen die Stadtwerke eindrucksvoll ihre Vorreiterrolle. Die damit verbundene hohe Priorität des Klimaschutzes innerhalb des Unternehmens hat nach unserer Ansicht Vorbildcharakter. Die Auszeichnung ist mehr als verdient", lobt der DUH-Geschäftsführer Sascha Müller-Kraenner das Engagement der Detmolder.

Jörg Karlikowski, Geschäftsführer der Stadtwerke Detmold sagt: „Wir haben als Stadtwerke bereits im Jahr 2008 eine eigenständige Klimaschutzstrategie erarbeitet und damit frühzeitig ein klares Bekenntnis zum Klimaschutz und zur Energiewende abgegeben. Die Auszeichnung mit dem Label „KlimaStadtWerk" freut uns sehr und zeigt uns, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind."

Der Energieversorger hat auf dem Stadtgebiet den Ausbau der Photovoltaik nicht nur mit eigenen Anlagen, sondern auch durch finanzielle Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger und über ein Pachtmodell vorangebracht. Darüber hinaus haben die Stadtwerke anteilig in die großflächige Stromproduktion aus Photovoltaik auf Deponiestandorten investiert. Zum Anteil von über 92 Prozent erneuerbare Energien in eigenen Stromerzeugungsanlagen tragen des Weiteren eine eigene Windkraftanlage und Biomasse, vor allem Industrie- und Altholz, sowie in eigenen Anlagen aufbereitetes und ins Erdgasnetz eingespeistes Biomethan bei. Die zu einem kleinen Anteil vorhandene fossile Stromerzeugung findet bei den Stadtwerken Detmold vollständig erdgasbasiert und sehr effizient in gekoppelter Erzeugung von Strom und Wärme statt. Im Strombereich realisieren die Stadtwerke allein damit im Jahr 2016 eine Treibhausgasminderung von rund 20.000 Tonnen CO2-Äquivalent pro Jahr bezogen auf den deutschen Strommix.

Im Wärmebereich verfolgen die Stadtwerke eine klar festgelegte Fernwärmestrategie auf Basis von Biomethan, fester Biomasse sowie Erdgas und erreichen einen Anteil über 75 Prozent erneuerbare Energien an der Bruttowärmeerzeugung. Damit wurde durch die Substituierung fossiler Brennstoffe im selben Jahr eine Treibhausgasminderung von rund 15.000 Tonnen CO2-Äquvalent realisiert. Die klare Priorität der Fernwärme gegenüber dem Ausbau und Neuanschlüssen an das Gasnetz ist unter Klimaschutzaspekten positiv zu bewerten. Bemerkenswert ist dies auch deshalb, da der Gasabsatz zum eigentlichen Kerngeschäft der Stadtwerke gehört.

Besonders positiv im Bereich Energieeffizienz ist die energetische Sanierung der Versorgungs- und Entsorgungsinfrastruktur im örtlichen Freizeitbad. Die erzielten Einspareffekte werden im Rahmen des Energiemanagements systematisch dokumentiert. Auch im eigenen (Heiz-)Kraftwerkspark sind seitens der Stadtwerke Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz umgesetzt worden. Dazu gehören beispielsweise der Austausch von Transport- und Umwälzpumpen gegen effizientere Modelle. Aktuell eingeführt wurde ein neues Messkonzept mit Temperaturfühlern im Rücklauf des Fernwärmenetzes, welches die Grundlage für dessen ständige Optimierung beispielsweise durch mögliche Absenkungen der Systemtemperaturen bildet.

Bei der Trinkwasserversorgung liegt das Hauptaugenmerk vor allem auf der Verringerung der Wasserverluste, wodurch letztendlich Strom gespart wird. Neben unternehmenseigenen Effizienzmaßnahmen bieten die Stadtwerke Detmold für ihre Kunden ein Effizienzförderprogramm an, welches einen breiten Maßnahmenkatalog umfasst und finanziell gut ausgestattet ist. Neben dem wichtigen Aspekt der Kundenbindung erwarten die Stadtwerke hier vor allem kundenseitige Effizienzgewinne.

Weitere Informationen

Der Labelvergabe liegt eine ausführliche Bestandsanalyse der bisherigen Leistungen und Zielsetzungen in allen relevanten Geschäftsbereichen zu Grunde, welche im Rahmen von drei gemeinsamen Workshops erarbeitet und diskutiert werden. Mittels eines Erfassungstools wird der Status Quo des Unternehmens im Klimaschutz ermittelt und die Beiträge der Klimaschutzmaßnahmen zur Treibhausgasminderung berechnet. Die Stadtwerke erhalten abschließend einen ausführlichen Bericht, in dem die Klimaschutzleistungen des Stadtwerks zusammengefasst und anhand eines Rasters bewertet werden.

Entwickelt wurde die Idee zum Klimaschutzlabel für Stadtwerke im Rahmen des Projektes „KlimaStadtWerk", welches vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit mit Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert wurde.

Weitere Informationen zu den Stadtwerken Detmold und den Teilnahmebedingungen für Stadtwerke am Labellingprozess finden Sie unter www.klima-stadtwerk.de

Kontakt:
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH
0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de

Daria Junggeburth, Projektmanagerin Kommunaler Umweltschutz der DUH
030 2400867-33, junggeburth@duh.de

Eva-Susanne Ellminger, Pressesprecherin der Stadtwerke Detmold
05231 607-114, eva-susanne.ellminger@stadtwerke-detmold.de

DUH-Pressestelle:
Andrea Kuper, Ann-Kathrin Marggraf
030 2400867-20, presse@duh.de

www.duh.de, www.twitter.com/umwelthilfe, www.facebook.com/umwelthilfe

1. Reihe v. l. n. r.: Jörg Karlikowski, Harald Matz, Daria Junggeburth, Rainer Heller, Stefan Freitag / 2. Reihe v. l. n. r.: Marc Fasse, Michael Brieden-Segler, Christ-Dore Richter, Dr. Andreas Fey
zurück

Wie können wir Ihnen helfen?

Kundenzentrum

Stadtwerke Detmold GmbH
Rosental 13
32756 Detmold

Telefon 05231 607-101
Fax 05231 607-992
E-Mail

Geschäftsführung, Geschäftskundenvertrieb und Verwaltung

Stadtwerke Detmold GmbH
Am Gelskamp 10
32758 Detmold

Telefon 05231 607-0
Fax 05231 66043
E-Mail

24h-Entstörungsdienst

für Strom, Gas, Wasser, Wärme und Flüssiggas

Bei Störungen und in Notfällen: 0800 607-0201