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Neues Holzheizwerk besteht auch bei hohen Minusgraden den Härtetest - 16.01.2009

(vom 19.01.2009)

Das neue Holzheizwerk Detmold GmbH, ein Kooperationsunternehmen der Holzheizkraftwerk Oerlinghausen GmbH mit den Stadtwerken Oerlinghausen und dem Landwirt Heinz Joseph Rodehuth als Holzlieferant sowie den Stadtwerken Detmold GmbH wurde vor wenigen Monaten fertig gestellt.

Planmäßig ging es im September ans Netz und bringt seither den Detmolder Haushalten in der Kernstadt und seit Dezember auch entlang der Elisabethstraße umweltschonende Wärme.

Das neue Heizwerk wird für die Fernwärmeversorgung in der Residenz eine zentrale Rolle spielen. Bislang wurde die Fernwärme zu 70 % durch die Blockheizkraftwerke am Finanzamt und im Aqualip erzeugt. Die fehlende Restwärme von 30 % in fossil befeuerten Kesselanlagen an den gleichen Standorten. Zwei Drittel dieser bisher in den Kesselanlagen erzeugten Restwärme wird jetzt von der neuen Holzhack- schnitzelanlage klimafreundlich bereitgestellt.

Mit dem Engagement in die Errichtung des Holzheizwerkes setzen die Stadtwerke ihre Unternehmenspolitik im Hinblick auf das Klimaschutzkonzept, wonach fossile Energieträger durch erneuerbare Energien ersetzt werden sollen, weiter fort.

Darüber hinaus macht sich das Unternehmen durch die regenerative Eigenproduktion noch mehr vom Energiemarkt unabhängig. "Das kommt letztlich auch den Verbrauchern in Form einer hohen Versorgungssicherheit zu fairen Preisen zugute", erläutert Matthias Wallner, Geschäftsführer Holzheizwerk GmbH.

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und hat damit eine ausgeglichene Kohlendioxid-Bilanz (CO2). Das Treibhausgas, das bei der Verbrennung von Holz freigesetzt wird, hat der Baum im Laufe seines Wachstumsprozesses zuvor der Atmosphäre entzogen. Die Holzverbrennung ist daher umweltverträglich. Gegenüber fossil befeuerten Kesselanlagen wird in Hohenlohe zukünftig auch unter Berücksichtigung der durch Holzaufbereitung und Transport freigesetzten Emissionen der CO2-Ausstoß um 90 % gesenkt.

"Das neue Holzheizwerk verfügt über eine thermische Leistung von über 2.100 Kilowatt", erläutert Dr. Dieter Brechmann, Geschäftsführer Holzheizwerk. Pro Jahr werde es über neun Millionen Kilowattstunden Wärme erzeugen. "Das entspricht dem durchschnittlichen Bedarf von bis zu 1.000 Haushalten". Bis zu 13.000 Kubikmeter Holz werden in dem neuen Werk jährlich verfeuert.

Auch dabei achten die Stadtwerke Detmold auf den Umweltschutz. "Nur unbehandeltes Holz - vornehmlich aus der Landschaftspflege, Restholzbestände und unbehandelte Holzverpackungen - kommen hier in den Kessel", stellt Dr. Dieter Brechmann dar. "Es entstehen also bei der Verbrennung nur Wasserdampf, Kohlendioxid und Asche. Die Abgase werden durch eine großzügig dimensionierte zweistufige Filteranlage nachbehandelt, so dass die Staubbelastung geringer als bei jeder Hausfeuerungsanlage ist." Holzeinschlag ist für die Heizanlage nur in geringem Maße vorgesehen. Und auch die Transportwege werden so kurz wie möglich bleiben.

1,3 Millionen Euro hat die Gesellschaft in das Heizwerk investiert. Eine weitere Million ging von den Stadtwerken in den Leitungsbau für die Vernetzung der Wärmeinseln.

Die Fernwärme ist besonders für Immobilienbesitzer im Stadtzentrum interessant: "Fernwärme bietet die Möglichkeit, erneuerbare Energien kombiniert mit Kraft-Wärme-Kopplung zum Einsatz zu bringen, wie es der Gesetzgeber mittlerweile für Neubauten schon fordert. Dagegen sind die Anwendungsmöglichkeiten alternativer Energieformen wie Solarenergie oder Erdwärme gerade im innerstädtischen Bereich aus technischen Gründen häufig eingeschränkt", so Matthias Wallner.

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